Dolby Digital
Am Anfang der digitalen Sound-Verfahren der Firma Dolby stand das auch als „AC-3“ oder „ATSC A/52“ bezeichnete System „Dolby Digital“, das bis zu sechs Kanäle unterstützt. „Dolby Digital“ verwendet ein psychoakustisches und damit verlustbehaftetes Verfahren zur Datenkompression. Die erste Laserdisc mit „Dolby Digital“ kam 1995 auf den Markt. Ein Jahr später war mit dem KR-V990D von Kenwood auch in Deutschland der erste Heimkino-Receiver mit dem digitalen Tonverfahren auf dem Markt.

Dolby Digital Plus
Das unter dem Kürzel „DD+“ eingeführte Sound-System „Dolby Digital Plus“ wurde von den Dolby Laboratories speziell für hochaufgelöste Bildquellen entwickelt, also für den Einsatz bei HDTV-Ausstrahlungen sowie als Tonspuren bei der HD-DVD und der Blu-ray-Disc. Der Codec des Systems unterstützt 13.1 Kanäle sowie Datenraten bis zu 6 Mbit/s.

Dolby E
Bei „Dolby E“ handelt es sich um eine digitales Audio-Kodierverfahren, das primär in Fernsehanstalten für die Speicherung und Übertragung von Tonmaterial eingesetzt wird. Mit „Dolby E“ können bis zu acht diskrete Audiokanäle übertragen werden.

Dolby TrueHD
Mit dieser Weiterentwicklung des „Dolby Digital“-Standards wurden erstmals verlustfreie Speicherungen eines Audiocodecs möglich. Bis heute wird „Dolby TrueHD“ neben dem direkten Konkurrenzsystem „DTS-HD Master Audio“ auf vielen Blu-ray-Discs eingesetzt. Der Codec von „Dolby TrueHD“ unterstützt bei einer Abtastfrequenz von 96 kHz bis zu acht Tonkanäle bzw. sechs Kanäle bei 192 kHz. Dabei werden jeweils bis zu 24 bit Abtasttiefe erreicht sowie eine Datenübertragungsrate von 18.432 kbit/s.

Dolby Atmos
Sound von oben und eine theoretisch unbegrenzte Anzahl von Tonspuren sind mit „Dolby Atmos“ Realität geworden. Der Overhead-Raumklang kann durch das Aussenden individueller Audio-Signale an jeden einzelnen Lautsprecher Tonquellen an exakten Punkten im Raum platzieren und ermöglicht so eine vollkommen realistische Klangwiedergabe. Hatte man bei den Vorgängersystemen das beste Klangerlebnis in der Mitte der platzierten Boxen, ist es beim Einsatz von „Dolby Atmos“ unerheblich, an welcher Stelle im Kino oder Heimkino sich der Zuschauer/Zuhörer befindet. 2012 feierte das System bei dem Animationsfilm „Merida – Legende der Highlands“ Premiere. Der erste direkt in „Dolby Atmos“ abgemischte Film war das SciFi-Spektakel „Oblivion“ im Jahr 2013. Auch für den Heimkinoeinsatz gibt s mittlerweile eine Reihe von Devices, die „Dolby Atmos“ unterstützen. Zur ersten in Deutschland angebotenen Blu-ray-Disc mit Atmos-Track (allerdings nur bei der englischen Tonspur) avancierte Michael Bays Action-Hit „Transformers 4: Ära des Untergangs“ von Paramount Home Entertainment.
Die digitalen Dolby-Tonverfahren