Zum ersten Mal konnte ein breites Publikum auf der vor wenigen Tagen zu Ende gegangenen Gamescom in Köln die Videobrille „Project Morpheus“ von Sony testen. Das Interesse an der überdimensionierten Brille war groß auf der Messe, doch bis zur Marktreife wird es laut Sony wohl noch etwas dauern.

Die Virtual-Reality-Brillle von Sony mit der Bezeichnung „Project Morpheus“ war eine der meistbelagerten Sensationen auf der Gamescom. Lange Warteschlangen am Sony-Stand konnten davon zeugen. Jeder Gamer wollte einfach mal ausprobieren wie es sich anfühlt, „in virtuellen 3D-Welten“ zu zocken. Recht spektakulär waren dann auch die von Sony für die Promotion vorbereiteten Demos „The Castle“, „VR Luge“ und „The Deep“. Im ersten Demo gilt es in einem Schloss gegen feindliche Ritter und einen Drachen zu kämpfen. Bei „VR Luge“ geht es auf einem virtuellen Rodel in Highspeed die Straße hinunter. Und bei der Promo „The Deep“ schließlich finden wir uns in einem Unterwasserkäfig, der von einem äußerst aggressiven Hai attackiert wird. Diese letzte Demo ist zugleich die am meisten beeindruckende. Es stellt sich mit Brille und Headset durchaus ein deutlich realistischeres Gefühl ein als beim Gaming vor einem Monitor. Und bei den Hai-Angriffen kann es schon mal ganz schön klaustrophobisch werden. Negativ fällt jedoch bei allen Sequenzen eine deutlich geringere Schärfe als beim üblichen Bildschirm-Gaming ins Auge.

Auch nur ein ungefähres Datum für die Markteinführung der „Project Morpheus“-Brille wollten die Sony-Promoter nicht nennen. Man wolle zunächst den Launch einiger Spiele für die Virtual-Reality-Brille abwarten. Doch die Zeit für virtuelles 3G-Gaming scheint langsam reif zu sein. Und auch das Tragen einer klobigen Videobrille scheint für erlebnishungrige Spieler kein großes Hindernis mehr zu sein, denn laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom würde jeder dritte Gamer über 14 Jahren in Erwägung ziehen, sich eine solche Brille zuzulegen. Rund 12 Prozent der Befragten wollen sich sogar bei Verfügbarkeit sogar sicher eine Morpheus oder eine vergleichbare Virtual-Reality-Brille kaufen.

Bleibt also nur noch das beim Aufkommen eines neuen Systems übliche Problem, dass die Hardware-Hersteller vor einer Implementierung des neuen Produkts in den Markt auf die Verfügbarkeit kompatibler Software warten und die Software-Anbieter auf die Einführung entsprechender Hardware. Die Gamer jedenfalls scheinen zunehmend bereit für die virtuellen Gaming-Welten. Aus ihrer Sicht können die Spiele beginnen.
Abtauchen in virtuelle Gaming-Welten:
Die Videobrille „Project Morpheus“ von Sony
Oculus Rift Crystal Cove:
Stark besserte neue Version
der VR-Gaming-Brille
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