REVIEW
Das letzte Kapitel: Unser Review zu „Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere 3D“
Überwiegend präsentiert sich auch der letzte Teil der „Hobbit“-Trilogie mit Bild- und Tonwerten auf Referenzniveau. Alles andere hätte auch sehr überrascht und enttäuscht. Ebenso makellos zeigt sich die 3D-Darstellung bei der „Schlacht der fünf Heere“ mit tollen Effekten, die kaum noch besser zu machen wären. Wie sich Peter Jacksons letzter(?) Ausflug nach Mittlererde auf der 3D-Blu-ray schlägt, lesen Sie hier.
Der Film
Es ist vollbracht: Mit „Die Schlacht der fünf Heere“ schließt Peter Jackson seine „Hobbit“-Trilogie ab. Natürlich wirkt auch das Finale, wie schon die beiden Vorgänger, selbst in der „kürzeren“ Kinofassung stellenweise arg in die Länge gezogen. Tolkien-Jünger könnten kritisieren, dass der Film nur wenig mit der Romanvorlage zu tun hat. Dennoch bleibt auch der letzte „Hobbit“-Teil weit über dem Durchschnitt gängiger Kinoware. Und an der Blu-ray führt sowieso, wenn überhaupt, nur ein Weg vorbei: Das Warten auf die Extended Version gegen Ende des Jahres.

Das 3D-Bild
Um es kurz zu machen: Die selbe hohe Bildquaität, die man schon aus den beiden ersten „Hobbit“-Teilen kennt, wird auch bei „Die Schlacht der fünf Heere“ durchgehalten. Der in 5k und mit 48 Bildern pro Sekunde gedrehte Film wirkt zwar auch wieder sehr digital, dafür schlägt sich diese Art der Produktion äußerst positiv auf die Schärfewerte nieder. Pop-Up-Effekte werden beim dritten „Hobbit“-Abenteuer eher zurückhaltend eingesetzt. Seine volle Power zeigt die stereoskopische Bilddarstellung bei der mehr als beeindruckenden Tiefenwirkung. Die 3D-Bilder wirken durchgängig homogen und fein abgestuft, Ghosting-Effekte sind praktisch nicht vorhanden. Und nur einige wenige sichtbare Kompressionsartefakte trennen den Transfer von der Perfektion.

Das 2D-Bild
Die Kompressionsartefakte der 3D-Fassung zeigen sich leider auch in der zweidimensionalen Filmversion, wenn auch etwas seltener. Wie schon seit den Tagen von „Avatar“ zu beobachten, wirkt auch beim dritten „Hobbit“ das 2D-Bild durch die digitale Produktionsweise noch etwas künstlicher als beim 3D-Pendant. Die Schärfe bewegt sich auf dem höchstmöglichen Niveau einer Full HD-Darstellung. Auch Farb- und Kontrastwerte geben keinen Anlass zur Kritik, abgesehen von einigen Detailverlusten in den dunklen Sequenzen. Insgesamt ein Transfer mit verschwindend geringen Mängeln.

Der Sound
Sowohl der Original-Track wie auch die deutsche Synchro sind in verlustfreiem DTS-HD Master Audio 7.1 auf die Disc gespielt. Abstriche beim Sound erlaubt sich Warner hier keine. Der Ton ist in beiden Sprachfassungen bombastisch und erzeugt ein grandioses Surround-Erlebnis. Der Mix ist ausgewogen und führt erfreulicherweise dazu, dass auch in den lautesten Action-Szenen alle Dialoge stets gut verständlich bleiben.

Die Extras
Die dritte und vierte Disc des Sets enthalten auch alle Extras. Das meiste Material hat sich Warner offensichtlich wieder für die im Herbst zu erwartende Extended Version von „Die Schlacht der fünf Heere“ aufgehoben, denn allzu viel wird zur Kinofassung nicht an Special Features geboten. Die als Making-of getarnte Promo „Neuseeland: Heimat von Mittelerde“ geht in die nächste Verlängerung, eine kurze Featurette unter dem Titel „Die Zusammenstellung der fünf Heere“ beschäftigt sich mit dem Dreh der ausufernden Schlachtenszenen. Die gesamte Trilogie wird noch einmal in den Features „Mittelerde: Ein Abschluss - Eine sechsteilige Saga“, „Eine Reise über 17 Jahre“ und „Ein letzter Abschied: Hinter den Kulissen“ thematisiert. Zu guter Letzt haben es noch das Musikvideo „The Last Goodbye“ und der englische Trailer auf die vierte Disc geschafft. Alle Extras liegen in HD-Qualität vor. Über einen Code aus dem beiliegenden Flyer kann eine Ultra Violet-Digital Copy des Films heruntergeladen werden. Und zum Glück spendiert Warner auch bei diesem Titel wieder ein Wendecover gegen das unsinnige FSK-Frontlogo.